Drahtwurmproblematik bei Kartoffeln

Die Drahtwurmproblematik hat eine grosse Bedeutung im Schweizer Kartoffelbau. Grosse finanzielle Ausfälle für die betroffenen Produzenten sind die Folge. Drahtwurm-Frassstellen sind vielfach Eintrittspforten für den Rhizoctoniapilz. Zusätzliche Probleme mit Drycore-Symptomen resultieren daraus.

Drahtwürmer treten vermehrt auf in Kartoffelbeständen die nach insbesondere mehrjährigem Grünland in der Fruchtfolge stehen. In beschränktem Masse kann der Produzent den Drahtwurm indirekt bekämpfen. Vor allem bei Parzellenabtausch sind die Einflussmöglichkeiten jedoch stark beschränkt.

Zur direkten Bekämpfung konnte in der Schweiz nach der Getreide-Vorkultur von Kartoffeln eine Regent (Wirkstoff Fipronil) gebeizte Getreide-Gründüngung eingesät werden. Durch den Rückzug von Regent aus dem Markt durch die Hersteller-Firma im Jahr 2012,
stehen nur noch Restposten zur Verfügung, welche schätzungsweise noch für die Gründündungs-Aussaat 2012 reichen werden. Eine direkte Bekämpfungsmöglichkeit steht den Schweizer Produzenten somit nach aktuellem Stand ab 2013 nicht mehr zur Verfügung.

Die Arbeitsgruppe zur Drathwurmproblematik bei Kartoffeln ist aus dem FRAG Forschungsanliegen Nr. 16 hervorgeganen. An der PAG-CH Jahrestagung 2012 wurde das Thema ein erstes Mal im Rahmen einer Diskussionsgruppe abgehandelt. Im Anschluss daran hat sich eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus Forschung, Beratung, Branche und Handel gebildet, welche das Vorgehen in dieser Thematik koordiniert.

Sitzungsprotokolle der Arbeitsgruppe (Anmeldung erforderlich)